Ob Freiwilligenarbeit oder ein Farmstay, Arbeit in einer Schule oder Unterstützung von Umweltschutzprojekten, Afrika hat einiges zu bieten! Zwar hat sich das klassische Work & Travel Schema hier nicht bewährt, es gibt aber zahlreiche alternative Formen davon. Ein solcher Aufenthalt in Afrika ist das Richtige für jeden, der Herausforderungen nicht scheut, andere Kulturen kennenlernen möchte und das heimische Sofa für eine Weile verlassen möchte, um in die weite Welt zu ziehen!
Work & Travel einer anderen Art
Work & Travel ist in Afrika nur bedingt in der Form möglich, wie man es von Australien, Neuseeland, USA und einigen Ländern in Asien kennt. Jedoch ist ein etwas anders aufgebauter längerer Aufenthalt in Afrika durchaus möglich. Man kann beispielsweise zwischen Volunteering (also Freiwilligenarbeit) in verschiedenen Projekten wählen, man kann sich auch für ein Praktikum entscheiden oder einen Farmstay machen, um das Leben und die Arbeit auf einer Farm kennenzulernen und sich sinnvoll einzubringen. Welche Stellen offen sind und welche afrikanischen Länder am besten für einen Aufenthalt geeignet sind, kann man herausfinden, wenn man sich bei Organisationen wie dem Roten Kreuz u.ä. informiert, oder aber sich in Kirchengemeinden erkundigt. Manche Projekte erfordern besondere Qualifikationen – in Ghana zum Beispiel haben Bewerber mit einer medizinischen Ausbildung bessere Chancen, weil in diesem Bereich viele Freiwillige gesucht werden. Dort kann man sich auch in den Bereichen Fundraising, Schulbildung und Infrastruktur einbringen. Für Farmstays hingegen ist z. B. Südafrika gut geeignet. Dabei arbeitet man in der Regel für Kost und Logis in Weingütern, in National Parks oder Aufzuchtstationen für wilde Tiere und bringt sich dort sinnvoll ein.
Formalitäten und Bürokratie bewältigen
Je nach Vorhaben sollte man überprüfen, ob man den formalen Anforderungen für Bewerber entspricht. Das Alter spielt bei manchen Projekten eine Rolle: Man muss mindestens 18 sein, wenn man in der Gastronomie oder Hotellerie arbeiten möchte gibt es die Obergrenze von 35 Jahren, und wenn man an einem Au-Pair-Programm teilnehmen möchte (in Südafrika, zum Beispiel), darf man maximal 26 Jahre alt sein. Ob man ein Visum benötigt, wird entschieden, je nachdem, wie lang der Aufenthalt werden soll und welche Tätigkeit man dabei ausüben möchte. Man sollte auf jeden Fall beachten, dass ein Touristenvisum nicht das gleiche wie ein Arbeitsvisum ist. Am sichersten ist es, seine Afrikareise über eine Vermittlungsagentur zu planen. Dort wird man gewissenhaft beraten und kann dann sicher sein, dass man nichts Wichtiges vergessen hat. Wichtig zum Beispiel ist auch zu wissen, welche Sprachen man in dem betreffenden Land benötigt. Meistens kommt man mit Englisch gut zurecht (es stellt sich die Frage: Kann man genug Englisch oder belegt man sicherheitshalber noch einen Kurs? Und wenn ja, dann wo? Am sinnvollsten ist ein Kurs vor Ort, dieser ist auf die Bedürfnisse von Work & Travel Teilnehmern angepasst), in manchen afrikanischen Ländern sprechen auch viele Menschen Deutsch.
Rechtzeitig planen, ob mit oder ohne Agentur
Jeder, der Work & Travel in Afrika für sich in Erwägung zieht, sollte selbst entscheiden, ob er die Planung selbst übernimmt oder sich an eine Agentur wendet. Beides hat Vor- und Nachteile. Im Internet findet man übersichtliche Checklisten, mit deren Hilfe man die Reise bequem planen kann. So vergisst man zum Beispiel nicht, dass das Thema Impfungen nicht erst zwei Tage vor Abreise auf den Tisch kommen sollte, sondern etwa 2 Monate vorher. Manche Impfungen müssen wiederholt werden und vor allem muss man sich gut beraten lassen, am besten durch einen Tropenarzt. Die wichtigsten Impfungen sind Cholera, Diphtherie, Gelbfieber, Hepatitis A und andere. Mithilfe einer Checkliste kann man also solche Dinge auch bequem selbst planen und so wird einem nichts Wichtiges entgehen.
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